In Porto auf Korsika ist das Parken in der Saison immer ein heikles Thema. Vor dem Hôtel Le Vaïta, auf dem öffentlichen Parkplatz entlang der Fassade (die Plätze sind also nicht privatisiert), blockierten zwei alte Eukalyptusstümpfe eine Fläche, die freigeräumt zwei zusätzliche Stellplätze aufnehmen konnte.
Statt eine Firma mit einer Stubbenfräse kommen zu lassen, haben wir eine langsamere Methode gewählt: die Stümpfe den ganzen Winter über nach und nach abzubrennen und das Loch anschließend mit meinem Schwiegervater von Hand zu verfüllen. Insgesamt: etwa 4 Stunden Arbeit und 3 Sack Zement. Hier der Bericht einer Baustelle in Familienarbeit.
Warum zwei Stümpfe vor dem Hotel?
Die beiden Eukalyptusbäume waren vor mehreren Jahrzehnten gepflanzt worden, wie viele auf Korsika, wegen des Schattens und ihres Duftes. Doch die Wurzeln hatten sich oberflächennah ausgebreitet, hoben den Asphalt an und machten die Fläche zum Parken unbrauchbar. Nach dem Fällen der Bäume blieben die Stümpfe — dicht, tief und viel zu massiv, um sie einfach zu überdecken.
Statt eine Maschine zu mieten, haben wir ein traditionelles Vorgehen erprobt, das sich bei großen Stümpfen bereits bewährt hat: das langsame Abbrennen.
Schritt 1: die Stümpfe den ganzen Winter über in mehreren Etappen abbrennen
Der Winter ist die einzige Jahreszeit, in der man auf Korsika ohne Risiko und ohne Auflagen im Freien ein Feuer entzünden darf. Es ist zugleich die ruhige Zeit in Porto — keine Gäste auf dem Parkplatz, kein Rauch, der die Nachbarn auf der Terrasse stört. Ideal, um in Ruhe voranzukommen.
Die Methode: ein Feuer direkt auf dem Stumpf entzünden, es mehrere Stunden nähren, abkühlen lassen, ein paar Tage später wiederkommen und von vorn beginnen. Bei jeder Sitzung brennt der Stumpf ein Stück weiter herunter, das verkohlte Holz sackt in sich zusammen, und am Ende höhlt man das Holz von der Mitte her aus. Es dauert, aber es wirkt.
Es brauchte mehrere über den Winter verteilte Sitzungen, um beide Stümpfe zu bezwingen. Jedes Mal habe ich das Feuer neu entfacht, den Abbrand überwacht und die Glut ihre Arbeit tun lassen. Keine Chemie, kein brachiales Ausfräsen des Bodens: nur Feuer, Zeit und ein wenig korsische Geduld.
Schritt 2: das Loch mit meinem Schwiegervater verfüllen
Als die Stümpfe vollständig verbrannt waren, blieben zwei klaffende Löcher an der Stelle der ehemaligen Stämme. Um sie sauber zu schließen, habe ich mich mit meinem Schwiegervater zusammengetan. Wir haben in drei aufeinanderfolgenden Schichten gearbeitet:
- Eine erste Schicht Sand, im Grund des Lochs verdichtet, um ein stabiles Bett zu schaffen und mögliche Bodenbewegungen aufzunehmen.
- Eine Mischung aus Zement und Sand, darübergegossen (insgesamt 3 Sack Zement für beide Löcher), um in der Tiefe zu versiegeln und jedes Absacken unter dem Gewicht eines Fahrzeugs zu verhindern.
- Eine abschließende Sandschicht an der Oberfläche, um sauber an das vorhandene Bodenniveau anzuschließen und die Wiederherstellung des Parkplatzbelags zu ermöglichen.
Rechnen Sie mit etwa 4 Stunden Arbeit zu zweit für das Verfüllen beider Löcher, Sand und Zement inbegriffen. Jede Schicht wurde sorgfältig verdichtet: Ziel ist ein vollkommen ebener Untergrund, der das Parken von Autos ohne Verformung trägt.
Das Ergebnis: zwei Stellplätze mehr vor dem Hotel
Mit dem Abschluss dieser Arbeiten sind zwei zusätzliche Plätze auf dem öffentlichen Parkplatz entlang der Fassade des Hôtel Le Vaïta frei. Diese Plätze sind nicht privatisiert — sie bleiben frei zugänglich wie die übrigen Stellflächen im Dorf. In der Praxis heißt das aber: zwei Autos mehr können direkt vor dem Hotel parken, was in der Hochsaison den Unterschied macht, wenn das Parken in Porto zur Herausforderung wird.
🅿️ Parken am Hôtel Le Vaïta. Das Parken in Porto ist vollständig kostenlos und öffentlich. Diese beiden neuen Plätze ergänzen das bestehende Angebot vor dem Hotel und auf dem Parkplatz in 50 m Entfernung. Radfahrern und Motorradfahrern steht außerdem unsere gesicherte Privatgarage zur Verfügung.
Eine Baustelle im Geist der Hotelrenovierung
Wie viele Arbeiten während der Renovierung des Vaïta wurde auch diese in der Familie erledigt, von Hand, im Rhythmus der Jahreszeiten. Wir hätten sie vergeben können — wir haben uns entschieden, selbst Hand anzulegen, nicht aus Sparsamkeit, sondern weil ein Ort auch so seinen Charakter bekommt. Jeder verbrannte Stumpf, jeder ausgeschüttete Eimer Sand ist ein Stück von uns, das in das Hotel eingeht.
Auf dem Blog können Sie die nächsten Etappen der Renovierung verfolgen — oder Sie sehen sich das Ergebnis selbst an und buchen ein Zimmer in Porto.