Alles begann mit einer schlechten Nachricht: ein Wasserschaden. Die Fliesen im Erdgeschoss, durch die Feuchtigkeit geschwächt, begannen zu reißen und sich dann zu heben. Einzelne zu ersetzen kam nicht infrage — war der Schaden einmal da, musste der gesamte Boden erneuert werden. Was ein Problem hätte bleiben können, wurde zu einer Gelegenheit: etwas Einzigartiges zu schaffen.
Hier die Kulissen dieser Baustelle, die größtenteils in Familienarbeit entstand, Schritt für Schritt.
Schritt 1: die gesamten Fliesen mit dem Abbruchhammer entfernen
Wenn man keinen Abbruchhammer zur Hand hat, ruft man einen Onkel an. Genau so war es. Mit dem geliehenen Gerät ließen sich sämtliche vorhandenen Fliesen Stück für Stück entfernen. Eine körperliche, laute Arbeit, die eine beeindruckende Menge Schutt und Staub erzeugt.
Das Mosaik an der Bar wurde sorgfältig erhalten. Nach dem Abtransport des Schutts wurde der Untergrund gereinigt, abgekratzt und abgezogen, um vor dem neuen Belag eine möglichst ebene Fläche zu erhalten.
Schritt 2: riesige Buchstaben, zu Hause ausgedruckt
Die Idee des gestalteten Bodens kam von selbst: Wenn man ohnehin bei null anfängt, kann man auch etwas schaffen, das es so kein zweites Mal gibt. Die Entscheidung fiel, mitten im Durchgang den Schriftzug VIN 150 einzulassen — eine direkte Anspielung auf die Postleitzahl von Ota, der Gemeinde, zu der Porto gehört: 20150.
Für die Schablonen der Buchstaben musste nichts extern bestellt werden: Die riesigen Buchstaben wurden am Rechner gezeichnet, auf zusammengeklebten Blättern ausgedruckt und aus 8 mm starken Platten geschnitten. Diese Schablonen wurden dann direkt auf dem nackten Boden verlegt und verkeilt, dort, wo der Estrich sie umschließen sollte.
Schritt 3: das Gießen des farbigen Ausgleichsestrichs
Die Wahl des Materials fiel auf farbigen Ausgleichsestrich: flüssiger als herkömmlicher Beton, verläuft er selbstnivellierend um die Buchstaben und füllt jeden Winkel. Dem Gemisch wird ein Farbstoff beigegeben, um den charakteristischen graugrünen Ton zu erhalten, den Sie auf den Fotos sehen.
Das Ergebnis ist schon in diesem Stadium eindrucksvoll: Die weißen Buchstaben heben sich klar vom farbigen Untergrund ab, und der Schriftzug ist vom Eingang aus gut zu lesen. Doch die Arbeit ist nicht beendet — es muss trocknen, dann folgt die Endbehandlung.
📍 VIN 150 — der Code von Porto. Ota ist die Gemeinde, zu der das Dorf Porto gehört. Ihre Postleitzahl lautet 20150. Der in den Boden eingelassene Schriftzug ist eine direkte Hommage an diese Gegend, eine dauerhafte geografische Verankerung im Herzen des Hotels.
Als Nächstes: Harz und Endbehandlung der Buchstaben
Die Bodenbaustelle ist noch nicht ganz abgeschlossen. Der nächste Arbeitsgang umfasst zwei Schritte:
- Die Endbehandlung des Buchstabeninneren — Bearbeitung und endgültiges Aussehen der Füllung.
- Das Auftragen des Schutzharzes — eine Schicht Epoxidharz wird auf den gesamten Boden aufgebracht, um ihn wasserundurchlässig, fleck- und begehungsbeständig zu machen und ihm seinen endgültigen Glanz zu geben.
Schauen Sie wieder im Blog vorbei, um das Ergebnis nach dem Auftragen des Harzes zu sehen.
Parallel dazu: Wanddurchbruch für die Zapfanlage
Während der Estrich trocknete, ging auf der anderen Seite des Erdgeschosses eine weitere Baustelle voran. Für den Einbau der Zapfanlage der Bar musste die Wand durchbrochen werden, um einen Kanal und die für die Versorgung nötigen Leitungen zu verlegen. Präzisionsarbeit, um die Struktur nicht zu schwächen und zugleich einen sauberen, unauffälligen Weg für die Technik zu schaffen.
Solche Arbeiten — nach Abschluss unsichtbar — sind für das Funktionieren einer Hotelbar dennoch unerlässlich. Sie müssen vor den Endarbeiten erledigt werden, damit keine sichtbare Spur bleibt.
Eine Renovierung mit Bordmitteln … und viel Einfallsreichtum
Was an dieser Baustelle auffällt, ist der offen gelebte Einfallsreichtum: ein vom Onkel geliehener Abbruchhammer, zu Hause ausgedruckte und zugeschnittene Buchstaben, ein vor Ort gegossener farbiger Estrich. Das Ergebnis braucht sich vor dem, was eine Fachfirma geliefert hätte, nicht zu verstecken — und es ist vor allem einzigartig, weil es von denen gedacht und gemacht wurde, die das Hotel besser kennen als irgendjemand sonst.
Die vollständige Renovierung des Hôtel Le Vaïta kommt gut voran. Zimmer, Flure, Technikräume, Bar — alles wird von Grund auf erneuert, damit die Eröffnung dem Anspruch des Projekts gerecht wird.